Fassadenkomplex Bonifatius Hospital

Sehr große Fassadenabschnitte, erhöhter Brandschutz und ein überstehendes Dach als Herausforderung für die Planung und Montage.

Der neue Teil des St. Bonifatius Hospital in Lingen wurde im Jahre 2008 von der Architektengruppe Schweitzer + Partner errichtet. In unserem heutigen Blog geht es um die Fassade einer Erweiterung des Hospitals.

Der neue Flügel beherbergt die Abteilung Röntgen und Bilddiagnose und wurde von der Exeler Bau- und Projektleitung GmbH projektiert.


Besondere Anforderungen wurden an den Sonnenschutz und den Brandschutz gestellt. Gefordert wurde eine Feuerwiderstandsklasse von F30, das bedeutet eine garantierte Resistenz im Brandfall von 30 Minuten. In Verbindung mit den teilweise zwölf Metern hohen Verglasungen der Fassade, integriert in ein Aluminiumsystem, stellte dies höchste Ansprüche an Materialien und Detailplanung.




Baubeschreibung


Der Neubau am St. Bonifatius Hospital in Lingen wurde von den Planern in heller, lichtdurchfluteter Architektur konzipiert. Eher einem Hotel als einem Hospital gleichend, setzt sich die transparente Struktur auch im Innern des Gebäudes mit seiner zweigeschossigen Eingangshalle fort. Die Patientenzimmer nehmen das Konzept konsequent auf mit ihren hellen Pastell-Tönen und den bodengleichen Fenstern. Transparenz und Ausblick auch für bettlägerige Patienten waren die Grundidee für die Gestaltung des 400-Betten-Krankenhauses.


Die verwendeten SCHÜCO Systeme


Die fünf neuen Abschnitte der Fassade mit ihrem extrem hohen Glasanteil mussten an einem öffentlichen Gebäude verschärfte Anforderungen an den Brandschutz und an den Sonnenschutz erfüllen. Zum einen musste sichergestellt werden, dass die Verglasung in Verbindung mit dem Aluminiumsystem einem Brandfall mindestens eine halbe Stunde widersteht, um im Notfalle das Hospital evakuieren zu können. Zum zweiten musste die übermäßige Aufheizung der Krankenzimmer verhindert werden.


Zum Einsatz kam daher das SCHÜCO Fassadensystem FW-50+, im Bereich des Brandschutzabschnittes das System FW 50+ BF. Es bietet den Vorteil, dass es durch identische Innen- und Außenansicht nahtlos mit der Standardfassade FW 50+ kombiniert werden kann. Als Verglasung wurde teilweise Sonnenschutzglas gewählt, innerhalb der Brandschutzfassade dagegen Brandschutzglas Typ Contraflam Climaglas.


Besonderheiten


Die Eckausbildung der Glasfassade wurde durch eine spezielle UV-Verklebung gelöst. Ein Edelstahl-Profil verdeckt die Klebenaht für eine perfekte Außenansicht. Eine weitere Herausforderung stellte die besondere Architektur des Gebäudes mit seinem weit auskragenden Überdach dar, dass eine Kran-Montage unmöglich machte. Daher mussten die großen, etagenhohen Glaselemente per Hand eingesetzt werden.




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